Disketten Fehler im Linux-Kernel bald Geschichte?

Disketten Fehler im Linux-Kernel bald Geschichte?
Hardware

Wie man einen Arbeitsspeicher auf schnellstem Wege schrotten kann, zeigt dieser Artikel. Ein Leck im Speicher auf Systemen mit Linux-Installationen kann diesen nämlich unbrauchbar machen. Betroffen sind hierbei Linux-Ausgaben, welche mindestens die 5.11er Kernel-Version installiert haben. Dies geschieht, wenn der Befehl floppy_alloc_disk() bei der Diskettenlaufwerk Nutzung auftaucht und ein Disketten Fehler vermeldet wird. In einem der kommenden Linux-Updates soll in dem Zusammenhang die 6.2er Kernel-Version erscheinen, welche das Problem unter Linux ausmerzen soll.

Mit der Linux Kernel Version 5.17 wurde vor kurzer Zeit ein Problem behoben, was zu ärgerlichen Abstürzen führte, sobald ein Nutzer eine defekte Diskette aus dem Laufwerk herausgenommen hatte, währenddessen der PC Zugriff auf diese nehmen wollte. Ein Lesen der Diskette war folglich nicht mehr realisierbar. Mit dem Release der 5.18er Variante begann auch der Startschuss für das schnelle Ende eines Bestandteils, den man bisher in Anspruch nehmen konnte. Wo es einst einen Zugriff auf den Datenträger gab, welchen Fachleute auch als Raw Access bezeichneten, gibt es nun keine Basis mehr für diese Funktion.

Wegrationalisierung einer Funktion aus Sicherheitsgründen

Eine Deaktivierung dieser wurde nämlich in die Tat umgesetzt, die Nichtverfügbarkeit wird also in Zukunft zum Standard werden und dauerhaft sein. Der Grund für das Wegrationalisieren der Funktion wird damit begründet, dass ein Problem im Bereich der Sicherheit aufgetreten war. Hierbei wird öfters auch die Formulierung „use-after-free“ verwendet. Eine Beseitigung war scheinbar nicht gewollt oder realisierbar, also musste der unmittelbare Zugriff auf die Funktion deaktiviert werden.

Disketten im 3,5 Zoll-Format nutzen normalerweise „High Density“. Solche Speichermedien nutzen den Raw Access normalerweise nicht und sind zudem also kaum von diesem Umstand langfristig gezeichnet. Die Ansteuerung erfolgt bei diesen vielmehr über Controller. Einzig wenn einer der verbauten Controller das Format der Diskette nicht erkennen will, muss ein Zugriff der direkteren Art erfolgen.

Bei Disketten, welche auch bei Amigas oder Mac-Produkten zum Einsatz kommen, ist das beispielsweise so ein Fall. Der Raw Access kann bei älteren Diskettenmodellen also bei einem Disketten Fehler noch via Hand wiederherstellt werden, auch wenn diese Funktion bei vielen als überholt gilt. Irgendwann wird man im Kernel von Linux diesen Zugriff nicht mehr finden können. Wer weiterhin auf diese Art der Nutzung von Disketten setzen will, muss sich beeilen und Maßnahmen der Vorsorge treffen, um solche Medien auch in den kommenden Jahren noch für sich nutzen zu können.

Wo man in der Gegenwart Disketten weiterhin erwerben kann

Disketten Fehler mit der Linux Floppy Disk Auch zu Zeiten von USB, CD-ROM und Co. kann man immer noch Disketten verwenden. Genau wie Schallplatten sind diese nicht ausgestorben, selbst wenn die Bezugsquellen und Nutzungsmöglichkeiten hier geringer sind, als noch vor 25 Jahren. Seit mehr als 50 Jahren gibt es die Diskette als solche. IBM brachte 1971 die erste Diskette in den Umlauf. So brauchte man kaum noch Magnetbänder verwenden, welche Platz und viel Geld kosteten.

Die Diskette stellte somit eine portable sowie günstigere Variante dar. Floppy-Discs in verschiedenen Formaten und Speicherkategorien eroberten in der Folge die Welt. In zahlreichen online Shops, bei Ebay und Co. kann man weiterhin Disketten, auch im 3,5 Zoll Format, erwerben. Flohmärkte dienen ebenso als Bezugsquelle.