Vorschlag für große Datenpakete in Debian
Das Debian-Projekt diskutiert zur Zeit über die beste Methode, große Datenpakete zur Verfügung zu stellen.
Das Problem bei großen Datenpaketen ist, dass sie stark zur Gesamtgröße des Debian-Archivs beitragen, was die Infrastruktur einschließlich der Spiegelserver stark belastet. Auf der Debian-Entwicklerliste ist nun wieder einmal eine Diskussion entstanden, wie man dieses Problem handhaben soll. Neu ist das Problem nicht, doch war eine Lösung bisher nicht sonderlich dringlich, und so führten frühere Diskussionen zu keinen Aktionen.
Jörg Jaspert, einer der FTP-Master von Debian und damit für die Verwaltung der Archive zuständig, hat nun die verschiedenen Lösungsvorschläge zusammengefasst und seine Auffassung dazu dargelegt. Demzufolge gibt es drei prinzipielle Möglichkeiten. Die erste ist, große Datenpakete einfach nicht im Archiv zuzulassen. Die Unterscheidung, wann ein Paket zu groß ist, ist Definitionssache. Derzeit geht man von Größen ab 50 MB aus.
Die zweite Möglichkeit ist, die Daten in einem neuen Repositorium »data« unterzubringen, das neben dem Haupt-Repositorium »main« und den nicht von allen erwünschten Repositorien »contrib« und »non-free« existieren würde. Die dritte Möglichkeit ist ein separates Archiv, das wie das normale Archiv von den FTP-Mastern verwaltet wird.
Nach Meinung von Jaspert ist die erste Alternative nicht gut, da es die Aufgabe von Debian als Distribution sei, solche Daten als Pakete bereitzustellen. Der ehemalige Debian-Projektleiter Anthony Towns hatte früher bereits eine ähnliche…
Quelle: pro-linux.de
