Linux News

News zu Linux Software, Abos und dem Linux Geschehen

Einträge aus dem Monat Mai 2007

3Com will mit Linux punkten

31. Mai. 2007 von Linux

OSN-Initiative soll Netzwerke günstiger und flexibler machen

Mit seiner Initiative Open Services Networking (OSN) will der IT-Pionier 3Com neue Maßstäbe im Bereich Netzwerk-Applikationen und Services setzen. OSN ermöglicht laut 3Com die Verwendung einer nahezu unlimitierten Bandbreite von Anwendungen. Grundlage ist die Integration eines Linux-basierten Zusatzmoduls in 3Com-Hardware. “Jeder Kunde hat spezifische Anforderungen, die man nicht allein mit einem Tool abdecken kann”, so Dagmar Niedereder, Geschäftsführerin 3Com (Austria), am Donnerstag, in Wien. Nach dem Start in den USA soll nun der österreichische Markt erobert werden.

“So ist etwa eine sofortige Reaktion auf die Änderung von Industriestandards oder Regulierungsanforderungen möglich”

Beim Open Services Networking profitiert der Kunde von einem offenen Ökosystem von Herstellern. Zusätzlich können eigene Lösungen implementiert werden. “So ist etwa eine sofortige Reaktion auf die Änderung von Industriestandards oder Regulierungsanforderungen möglich”, meint Niedereder. Außerdem schnürt 3Com Pakete etwa zum Service Monitoring oder im Sicherheitsbereich. Ab Ende Juni soll darüber hinaus ein Voice Package verfügbar sein. Der Erfolg der Initiative hängt laut Niederder nicht zuletzt davon ab, inwieweit Implementierungen vorgenommen werden. “Je größer das Interesse an einzelnen Applikationen, desto erfolgreicher werden wir mit OSN sein.”

OSN-Control-Agent

Die Basis des OSN-Netzwerks liefern Router und Switches von 3Com. Über die Integration des Linux-basierten Open-Services-Netzwerkmoduls wird OSN physisch integriert. Als Kontrollsoftware fungiert im Modul der OSN-Control-Agent. Die OSN-Produkte sind seit Ende Januar 2007 in den USA verfügbar und dort nach Angaben von Niedereder bereits sehr erfolgreich. Nun will 3Com mit OSN auch in Österreich durchstarten. Noch befinde sich das Unternehmen hier in der Einführungsphase. Potenzielle Kunden seien aber nach einer ersten Skepsis vom OSN-Konzept überzeugt. Details zum geplanten Umsatz sowie Absatz der OSN-Geräte in Österreich wollte Niedereder nicht verraten. Nur so viel: “Wenn ich im laufenden Jahr mindestens drei Großkunden - also Konzerne mit mehr als 20.000 Mitarbeitern - überzeugen kann, dann ist das ein großer Erfolg”, so Niedereder auf Anfrage von pressetext.

Sicherheit

Herausforderungen sieht die 3Com-Österreich-Chefin im Großkundenbereich vor allem im Sicherheitsbereich. Hier müsse der Schutz vor internen und externen Angriffen gewährleistet werden. Außerdem stehen die Unternehmen auch in der Verantwortung, Industriestandards und geltende Regelwerke einzuhalten. Zusätzlich zur Hardware wie Router und Switches bietet 3Com im Rahmen seiner OSN-Initiative auch Service und Support für die eigene, um OSN erweiterte Hardware an. “Hinzu kommt unser Software-Support, der bei Fragen zu spezifischer Open-Source-Software und natürlich auch zu 3Com-Anwendungen von 3Com rund um die Uhr zur Verfügung steht”, so Niedereder.

“Mit der OSN-Initiative sind wir unserer Firmenphilosophie und unseren Grundsätzen treu geblieben”

3Com hat sich der Vision ständig verfügbarer Netzwerke verschrieben. Das Unternehmen war an der Entwicklung des Ethernet-Standards 1979 beteiligt und verfügt über…

Quelle: derstandard.at

Novells Linux-Geschäft legt zu

31. Mai. 2007 von Linux

Umsatz geht insgesamt weiter zurück

Novell hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2006/2007 einen Nettoumsatz von 239 Millionen US-Dollar erzielt. Dies entspricht einem kleinen Zuwachs gegenüber 233 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Unter dem Strich steht aber ein kleiner Verlust.

Der Verlust belief sich auf 110.000 US-Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 2 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Im zweiten Quartal 2007 verzeichnete Novell mit Linux-Plattform-Produkten einen Umsatz von 19 Millionen US-Dollar, was einen Anstieg von 83 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Der Umsatz im Bereich Identity und Access Management stieg um fünf Prozent im Jahresvergleich auf 23 Millionen US-Dollar und der Umsatz im Bereich “Systems und Resource Management” lag bei 32 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von vier Prozent im Jahresvergleich entspricht. Auch der Umsatz aus dem Workgroup-Geschäft ging um vier Prozent auf 84 Millionen US-Dollar zurück.

Novell-Chef Ron Hovsepian zeigt sich mit dem Linux-Geschäft zufrieden: “In unserem Linux-Geschäft sind wir weiterhin stark, wir verbessern uns beim Identity Management und im Bereich Workgroup waren wir besser als erwartet. Zusätzlich haben wir von den Auswirkungen der…

Quelle: golem.de

Fedora 7 freigegeben

31. Mai. 2007 von Linux

Die Linux-Distribution Fedora 7 steht in der offiziellen Version als Live-CD- und DVD-Image zum Herunterladen bereit.

Fedora 7, das rund sieben Monate nach Fedora Core 6 erscheint, ist nach Ansicht des Fedora-Projektleiters Max Spevack die bisher ambitionierteste Veröffentlichung. Die gesamte Kette von Tools zur Generierung der Distribution ist nun frei. Dies macht es Entwicklern leicht, auf Basis von Fedora eigene Distributionen oder Appliances für individuelle Anforderungen zu erstellen. Der gesamte dafür nötige Code ist über ein CVS-System zugänglich, einschließlich grafischer und textbasierter Tools.

Möglich wurde dies unter anderem dadurch, dass die früher separaten Archive von Fedora Core und Fedora Extras zu einem einzelnen Paketarchiv mit gemeinsamer Infrastruktur zusammengeführt wurden. Deshalb heißt die Distribution nun auch nicht mehr Fedora Core, sondern einfach Fedora. Das neue Fedora-Paketarchiv steht Red Hat-Mitarbeitern und Mitgliedern der Open Source-Gemeinschaft gleichermaßen zur Verfügung und bietet dem Projekt zufolge den externen Entwicklern mehr Einfluss als jemals zuvor.

In Fedora 7 (Release Notes) wurden viele der enthaltenen Softwarepakete aktualisiert. Unter anderem wurde GNOME auf Version 2.18 gebracht. KDE ist in Version 3.5.6 enthalten. Weitere Komponenten sind Python 2.5, Fedora Directory Server und die Liberation-Schriftarten.

Neue Features sind unter anderem der schnelle Benutzerwechsel, Hotplugging von Displays durch den X.org-Server 1.3, ein neues Theme namens »Flying High«, das für eine frischere Optik sorgen soll, Eingabemethoden für asiatische Zeichensätze, grafische Einrichtung, Verwaltung und Test von SELinux und höhere Geschwindigkeit der Paketverwaltung. Smolt, ein Tool zum freiwilligen Sammeln von Hardwaredaten, wurde in das Installationsprogramm integriert.

Der von Linux 2.6.21 abgeleitete Kernel enthält neue Firewire-Treiber. Firmware für einige WLAN-Geräte wird mitgeliefert, um diese Geräte in Betrieb nehmen zu können. Zusätzlich zu Xen enthält Fedora 7 die Virtualisierungstechnologien Kernel-based Virtual Machine (KVM) und Qemu. Alle Implementierungen können mit dem graphischen Fedora-Virtualisierungs-Manager verwaltet werden. Der neue Kernel nutzt die ATA-Treiber anstelle der alten IDE-Treiber, wo möglich, wodurch die Festplatten einheitlich unter der Bezeichnung /dev/sd* zu finden sind.

Der neuen Regelung entsprechend soll Support für Fedora 7 bis einen Monat nach Erscheinen von Fedora 9 in Form von Updates geleistet werden. Wird der bisherige Rhythmus der Veröffentlichungen beibehalten, dürfte der Support spätestens Ende August 2008 beendet sein.

Das Update von einer früheren Version von Fedora soll mittels der Installationsmedien problemlos möglich sein. Von einem Update über die Paketverwaltung Yum wird abgeraten. Fedora 7 ist als DVD für eine Installation als Desktop, Entwicklungsrechner oder Server verfügbar sowie in drei Varianten als Live-CD, die auch eine Installation ermöglicht. Die DVD ist für die…

Quelle: pro-linux.de

Mit OPIUM sollen die Probleme der Debian-Paketverwaltung APT in Rauch aufgelöst werden.

Der »Optimal Package Install/Uninstall Manager« (OPIUM) soll ein besserer Ersatz für Debians APT werden, geht es nach dem Willen von Chris Tucker und seinen Mitautoren, die eine Forschungsarbeit über die Paketverwaltung durchgeführt haben. Die Click-and-Run (CNR)-Architektur der auf Debian bzw. Ubuntu beruhenden Linux-Distribution Linspire war der Ausgangspunkt für Tucker. Linspire gewann im jahrelangen Einsatz von CNR, das im Hintergrund APT nutzt, einige Erkenntnisse über die Mängel von APT, die der Forscher nutzen konnte, um eine bessere Alternative zu entwickeln. Da CNR nun auf andere Plattformen über Linspire hinaus portiert wird, schien die Zeit reif, über grundsätzliche Verbesserungen nachzudenken.

Das Resultat seiner Arbeit, die auf der Konferenz ICSE in Minneapolis vorgestellt wurde, bezeichnet Tucker als Durchbruch. Tucker und seine Mitautoren analysierten die Schwachpunkte von APT. Ein Problem ist zum Beispiel, dass APT in bestimmten Situationen melden kann, dass ein Paket nicht installierbar sei, obwohl es erwiesenermaßen installierbar ist. Dies liegt an Mängeln in der Berechnung der Paketabhängigkeiten. Mathematisch ausgedrückt ist APT unvollständig, es findet also manchmal keine Lösung, obwohl es eine gibt. Es ist laut Tucker schwierig, APT entsprechend zu testen, da das Problem nur bei bestimmten Kombinationen von bereits installierten und zu installierenden Paketen auftritt.

Ein zweites Problem ist, dass oft eine große Menge von Daten heruntergeladen werden muss, um ein Paket zu installieren. APT lädt automatisch alle Pakete mit herunter, die nötig sind, um die Abhängigkeiten zu erfüllen, doch manchmal scheint es mehr zu installieren als nötig. Ein drittes Problem ist das der »optimalen Deinstallation«. Gelegentlich muss APT Pakete deinstallieren, um andere installieren zu können, wobei laut Tucker manchmal mehr deinstalliert wird als nötig. In den von den Autoren analysierten Fällen erlebten über 23%, also fast ein Viertel der Benutzer, im Laufe der Zeit mindestens einmal ein Problem mit APT.

Der »Optimal Package Install/Uninstall Manager« (OPIUM) soll diese Probleme lösen. Er liegt zur Zeit als Prototyp vor und soll bereits mit befriedigender Geschwindigkeit arbeiten, wenn auch langsamer als APT. Optimierungen der Geschwindigkeit sind jedoch in Arbeit. OPIUM stellt das Problem der Installation und Paketabhängigkeiten auf eine solide mathematisch-logische Grundlage. Nachdem eine entsprechende Formulierung des…

Quelle: pro-linux.de

Letzte Updates für Firefox 1.5.x und SeaMonkey 1.0.x

Von den Mozilla-Applikationen Firefox, Thunderbird und SeaMonkey sind neue Versionen verfügbar, die eine Reihe von Sicherheitslücken in den Applikationen schließen. Unter anderem können die Sicherheitslöcher von Angreifern dazu missbraucht werden, schadhaften Programmcode auszuführen.

Mit diesem Patch-Zyklus erscheinen das letzte Mal Updates für Firefox 1.5.x sowie SeaMonkey 1.0.x, weil der Support-Zeitraum dafür nun endet. Für Thunderbird 1.5.x endet der Support erst im Oktober 2007, weil die Version 2.0 des E-Mail-Clients deutlich später erschienen ist als Firefox 2.0.

Mit den neuen Versionen von Firefox und SeaMonkey werden eine Reihe von Fehlern korrigiert, über die Angreifer im schlimmsten Fall beliebigen Code ausführen können oder die die Software zum Absturz bringen kann. Diese Fehler betreffen auch Thunderbird, sofern darin JavaScript bei der Anzeige von HTML-Nachrichten aktiviert wird. Dies ist standardmäßig aber nicht der Fall.

In Firefox und SeaMonkey wurden noch drei Sicherheitslücken ausgemacht. Eine davon kann zum Ausspähen von Daten verwendet werden, während ein Fehler in den Popup-Funktionen für Spoofing-Angriffe genutzt werden kann. Zwei weitere Fehler treten in Verbindung mit Browser-Cookies auf. Der eine Fehler kann dazu führen, dass die Festplatte mit sinnlosen Daten beschrieben wird und der zweite führt zu einer fehlerhaften Interpretation von Cookie-Daten.

In Thunderbird und SeaMonkey steckt ein Sicherheitsleck in der APOP-Authentifikation, mit der Angreifer im ungünstigsten Fall Teile des Postfach-Passwortes ausspähen können. Dies ist aber nur über einen E-Mail-Server möglich, der unter der Kontrolle des Angreifers steht. Einschränkend betonen die Entwickler, dass es mehrere Stunden dauert, bis ein Angreifer Teile des Kennwortes herausfinden kann.

Ein weiteres Sicherheitsloch betrifft nur Firefox und darin die Autovervollständigen-Funktion. Diese kann für Denial-of-Service-Attacken missbraucht werden, indem schadhafte Formulardaten in eine Webseite eingegeben werden. Zudem soll die Browser-Engine von Firefox, SeaMonkey und Thunderbird ein paar Fehler weniger haben und mehr Webseiten akkurat darstellen.

Die hier beschriebenen Sicherheitslücken werden mit den aktuellen Versionen von Firefox, Thunderbird sowie SeaMonkey korrigiert. So gibt es Firefox und Thunderbird nun in den Versionen 1.5.0.12 sowie 2.0.4 für Windows, Linux und MacOS X, während…

Quelle: golem.de

Duisburger SPD für Linux-Migration

31. Mai. 2007 von Linux

Auf Antrag der Duisburger SPD-Fraktion berät der Verwaltungs- und Personalausschuss der Ruhrstadt am 1. Juni über die Prüfung einer Linux-Migration.

»Der OB wird beauftragt, eine gegebenenfalls auch schrittweise Umstellung der städtischen Computer auf das freie Betriebssystem Linux zu prüfen und dem Personal- und Verwaltungsausschuss über die Vor- und Nachteile Bericht zu erstatten,« heißt es in dem kurzen Antrag. Die Beschlussvorlage bezieht sich ausdrücklich auf das Beispiel der Stadt München und die erzielbaren Einsparungen durch die Verwendung freier Software. Allerdings werden darin die Einsparungen, die für München beispielsweise mit 20 bis 25 Prozent beziffert werden, als einziges Argument für die Umstellung genannt.

Der Prozess wird von den lokalen Linux User Groups aufmerksam verfolgt. Eine Wikiseite zum Thema, die die Namen aller Ausschussmitglieder, aber kaum weitere Informationen enthält, ist im Wiki des Essener Linuxtages bereits angelegt.

In Duisburg regiert Adolf Sauerland von der CDU als Oberbürgermeister. Seit den Wahlen 2004 besitzen…

Quelle: pro-linux.de

GUADEC 2007 in Birmingham

31. Mai. 2007 von Linux

Ab sofort können sich Interessenten der europäischen GNOME-Veranstaltung GUADEC, die vom 15. bis 21. Juli in Birmingham ihre Pforten öffnen wird, für den Besuch anmelden.

Die mittlerweile 8. GUADEC (»GNOME Users’ And Developers’ European Conference«) wird dieses Jahr auf dem Gelände des UCE Birmingham Conservatoire in Birmingham, Großbritannien, vom Sonntag, dem 15. Juli, bis Samstag, dem 21. Juli, stattfinden. Insgesamt sollen zahlreiche Besucher in knapp 80 Vorträgen und Gesprächen die weitere Zukunft und die Entwicklung von GNOME und GNOME-Applikationen diskutieren. Zu den geladenen Gästen gehören neben GNOME-Größen wie dem freedesktop.org-Gründer und GNOME-Entwickler Havoc Pennington ebenso zahlreiche Firmen- und Organisationssprecher. Unter anderem werden der Leiter des Nokia OSSO-Teams, Ari Jaaksi, und die Leiterin von Creative Commons, Paula le Dieu, in Keynoten über ihre Arbeit referieren.

Wie die Organisatoren bekannt gaben, können interessierte Nutzer sich ab jetzt für einen Besuch der Veranstaltung anmelden. Der Eintrittspreis liegt bei…

Quelle: pro-linux.de

Die Linuxwochen stehen vor der Tür und locken mit einem vielfältigen Programm

Zu einer Instution im freien Software-Umfeld in Österreich haben sich mittlerweile die Linuxwochen entwickelt. Ab kommenden Donnerstag ist es wieder soweit: Die Linuxwochen machen Station in Wien, dieses mal in der Urania.

Programm

Dabei setzt man auf ein vielfältiges Programm, so wird etwa in einem Vortrag über “Linux bei der REWE Austria” berichtet. Das freie Betriebssystem - im konkreten die SUSE-Distribution - wird bei BILLA und Co. in mehr als 2.500 Filialen eingesetzt. Bereits seit Mitte der 80er Jahre werden demnach bei BILLA neue Anwendungen nur mehr auf Basis von UNIX entwickelt.

Anwendungen

Die Einführung von Linux hat dann im Jahr 2001 begonnen, mittlerweile wird das OS in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, von der Kassa bis zur Zentrale und zu Business-kritischen Applikationen.

Laptop

Zu den weiteren Vorträgen zählt einer über eine vom Wiener IT-Dienstleister strg.at entwickelte Intranet-Lösung für den Schweizer Belimo-Konzern, der im Bereich der…

Quelle: derstandard.at

Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« und die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« verwenden ab sofort quelloffene Produkte in der Bürokommunikation.

Alle Mitarbeiter der drei Hochschulverwaltungen arbeiten durchgehend mit freien Softwareprodukten, die via Internet zur Verfügung stehen. Die dazu nötigen Umschulungen wurden gerade abgeschlossen. Der vollständige Übergang auf einen »reinen Linuxdesktop« ist für Ende 2008 geplant. Die durch den Einsatz realisierten Einsparungen wollen die Hochschulen direkt der Lehre an den Hochschulen zur Verfügung stellen.

Laut eigenen Aussagen achten die Verantwortlichen in den Kunsthochschulen schon seit längerem bei öffentlichen Ausschreibungen im IT-Bereich auf offene Standards und Unabhängigkeit von den eingesetzten PC-Systemen. So haben die Kunsthochschulen in den Bereichen Service, Sicherheit, Datensicherung und Office-Programme bereits OpenSource-Software im Einsatz. Trotz allem bereitet den Lehranstalten Probleme, der nach eigenen Aussagen »unnötige Einsatz« herstellergebundener Dateiformate für Texte und Tabellen aus externen Quellen. Diese können oft nur mit viel Mühe konvertiert werden.

Die IT-Belange der drei Hochschulen werden durch das gemeinsame…

Quelle: pro-linux.de

Interview: Fedora bleibt freie Software

30. Mai. 2007 von Linux

Golem.de im Gespräch mit Fedora-Projektleiter Max Spevack

Max Spevack ist Fedora-Projektleiter und wird dafür von Red Hat bezahlt. Bei ihm laufen also die Fäden in Bezug auf die Linux-Distribution zusammen. Seine Aufgabe ist, das Projekt zu leiten, egal ob im Hinblick auf die beteiligten Red-Hat-Mitarbeiter oder die Community-Entwickler und auch die Beziehung zwischen Fedora und Red Hat Enterprise Linux pflegt er. Auf dem Red Hat Summit 2007 in San Diego sprach Golem.de Anfang Mai mit Spevack unter anderem über die Umstrukturierung des Projekts im Zuge der Entwicklung von Fedora 7, das am 31. Mai 2007 erscheinen soll. Aber auch Patente und proprietäre Komponenten kamen zur Sprache.

Golem.de: Welche Gründe gab es für die Vereinigung der Core- und Extras-Repositorys?

Max Spevack: In den letzten Jahren war eines der wichtigsten Ziele bei Fedora, einen Weg zu finden, damit sich jeder beteiligen kann und einfach etwas beitragen kann. Ganz egal ob es sich um Red-Hat-Angestellte, Open-Source-Entwickler anderer Firmen oder einfach Studenten und andere Freiwillige handelt. Wer auch immer Du bist - wir möchten jedem ermöglichen, an Fedora mitzuarbeiten.

Vor ein paar Jahren gab es daher das Fedora-Extras-Projekt und da dieses immer erfolgreicher wurde, haben wir auch gemerkt, dass dort sehr viel Energie und Enthusiasmus zu finden ist. Auch die Pakete waren teilweise von besserer Qualität als die in Fedora Core, also ist es doch absolut sinnvoll, beide Archive zu vereinen. Wir haben dafür ein externes Build-System geschaffen und die notwendigen Werkzeuge sind alle Open Source, so dass sie jeder verwenden kann. Wer will kann also den gesamten Prozess, den Fedora durchläuft, selbst für seine Distribution nutzen. Alles, was Fedora betrifft, soll nun nicht mehr bei Red Hat intern stattfinden.

Golem.de: Was hat der Endnutzer davon?

Spevack: Der Anwender kann beispielsweise eine angepasste Fedora-Variante erstellen, in der vielleicht unser Standard-Mailer durch einen anderen E-Mail-Client ersetzt ist. Oder aber eine Version mit PostgreSQL anstatt MySQL. Dazu wird es ein grafisches Programm geben, mit dem nur die gewünschten Pakete ausgewählt werden müssen und dann wird mit den Fedora-Build-Tools die eigene Distribution erstellt. Jeder kann also seine eigene Fedora-Variante bauen.

Außerdem können nun die Leute ein Paket betreuen, die dafür qualifiziert sind. Es gibt so viele Fedora-Entwickler, die sich für KDE interessieren und daran arbeiten. Wer an KDE arbeitet, aber nicht für Red Hat, kann nun etwa seine Patches leichter in die Distribution bekommen. Dies sollte die Qualität der Distribution insgesamt verbessern.

Golem.de: Und wie einfach wird es tatsächlich sein, seine eigene Fedora-Version zu kreieren?

Spevack: Es ist wirklich einfach, sogar ich habe es geschafft (lacht) - und ich habe die Kommandozeilen-Werkzeuge genutzt. Es wird jedoch ein grafischer Assistent von Community-Mitgliedern entwickelt, der sehr unserem Anaconda-Installer ähnelt. Man wählt also einfach…

Quelle: golem.de